Finanzierung & Nutzung

Die budgetierten Erstellungskosten für das Gesamtprojekt beträgt 28.3 Millionen Franken. Aus dem Erlös der TKB-Partizipationsscheine wurden dem Verein Kloster Fischingen 20 Millionen Franken von der Förderstelle «Pro Thurgau» in Aussicht gestellt. Die Auszahlung der Fördergelder erfolgt schrittweise und ist an klare Bedingungen geknüpft. Dazu gehören unter anderem der Erhalt des historischen Baudenkmals gemäss den Auflagen der kantonalen Denkmalpflege sowie Massnahmen zur langfristigen wirtschaftlichen Sicherung des Klosters als Immobilie. Im Herbst 2025 wurde die Fördervereinbarung mit dem Kanton Thurgau (Fachstelle Pro Thurgau) unterzeichnet.

Damit die einzelnen Auszahlungstranchen beantragt werden können, müssen die jeweiligen Teilprojekte bis zur Baueingabe aus eigenen Mitteln vorfinanziert werden. Die dafür benötigten Mittel von bis zu 500’000 Franken pro Jahr stellen den Verein Kloster Fischingen vor eine grosse Herausforderung. Für die Finanzierung ist das Projekt deshalb auf Beiträge von Stiftungen, Sponsorinnen und Sponsoren sowie auf die Unterstützung der Vereinsmitglieder angewiesen.

Die geplanten Investitionen dienen nicht nur dem Erhalt der historischen Bausubstanz, sondern schaffen auch die Grundlage für eine nachhaltige Nutzung der Klosteranlage. Durch die Modernisierung sollen das Hotel und das Restaurant attraktiver werden und mehr Gäste empfangen können. Eine modernisierte Küche ermöglicht künftig effizientere Abläufe, um die Verpflegung von Restaurant- und Hotelgästen, Seminar- und Bankettgruppen, Pilger und Pilgerinnen, Freizeittouristen sowie der Förderschule sicherzustellen.

Auch bisher ungenutzte oder nur teilgenutzte Räume im Altkloster und im Ökonomiegebäude sollen nach der Instandsetzung und Sanierung wieder belebt werden. Geplant ist ihre Vermietung an Organisationen, deren Angebote das Kloster sinnvoll ergänzen. So bestehen Gespräche mit dem Verein «Kompetenzzentrum für sakrale Kunst», der ein Restaurierungsatelier und Depot für Kunstgegenstände einrichten möchte. Ein Teil der Objekte soll dabei auch für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein.

Ein weiteres Nutzungskonzept sieht ein Natur- und Erlebniszentrum vor, das die geologischen und kulturellen Besonderheiten der «Hörnli-Bergland»-Region vermittelt und ebenfalls von einer externen Trägerschaft betrieben wird. Gemeinsam mit zusätzlichen Veranstaltungen und kulturellen Angeboten soll das Kloster als Ausflugsziel weiter gestärkt und seine langfristige Finanzierung unterstützt werden.

 

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